Zeitgemäße/selektive Entwurmung bei Pferden

Unterstützen Sie die Gesundheit Ihres Pferdes

Laboranalyse: Untersuchung von Pferdekot im Rahmen der Zeitgemäßen/Selektiven Entwurmung nach AG.ZE-Vorgaben

Pferd Marygold

Für das Wohl Ihres Pferdes

  • Keine unnötigen Entwurmungen und dadurch Reduktion der Belastung mit chemischen Präparaten
  • Besserer Schutz gegen einen Wurmbefall durch das aktivere Immunsystem
  • Verminderung der Entstehung neuer Allergien
  • Schonung von magenempfindlichen Pferden
  • Schutz der Weiden vor chemischer Belastung

Einfach und unkompliziert

  • Probennahme bequem selbst durchführbar
  • Keine Spezialgefäße nötig, einfach Gefrierbeutel benutzen
  • Nachweis des Wurmstatus Ihres Pferdes
  • Qualitativer Nachweis nahezu aller Wurmarten, die beim Pferd vorkommen können
  • Quantitativer Nachweis von kleinen Strongyliden inkl. Entwurmungsempfehlung und Bewertung der Ergebnisse
  • Nachweis der großen Strongyliden (Strongylus vulgaris)

Kompetente Beratung

  • Beratung durch unser qualifiziertes Personal
  • Bewertung der Ergebnisse
  • Entwurmungsempfehlung

Ablauf des Tests

  • Sie entscheiden, welche Testverfahren zur Anwendung kommen sollen
  • Sie sammeln den Kot Ihres Pferdes und schicken das Päckchen mit dem ausgefüllten Laborauftrag an unser Labor
  • Wir analysieren den Kot Ihres Pferdes mit den gewünschten Methoden
  • Die Ergebnisse bekommen Sie bequem per Mail innerhalb weniger Tage
  • Bei Rückfragen bieten wir Ihnen kompetente Beratung durch unsere Tierärztin

Downloadbereich

Ansprechpartner

Sabine Röthel

Medizinisch-technische Assistentin Sabine Röthel

0821 455799 0
0176 60129744
roethel@sension.eu

Häufig gestellte Fragen

  • Bisher wurde die strategische Entwurmung von den meisten Tierärzten und Pferdebesitzern angewendet. Diese sieht vor, dass Sie Ihr Pferd drei- bis viermal pro Jahr zu bestimmten, festgesetzten Zeitpunkten entwurmen. Dies war durchaus sinnvoll und diente früher der Bekämpfung der großen Strongyliden. Diese können dem Pferd schon bei einem geringen Befall starke Probleme bereiten, bis hin zu schweren Koliken mit Todesfolge.
  • Durch die jahrelang praktizierte strategische Entwurmung sind die großen Strongyliden in Deutschland nahezu ausgerottet worden. Heutzutage hat das Pferd deshalb vorwiegend mit kleinen Strongyliden als Endoparasiten zu tun.
  • Die kleinen Strongyliden fallen durch ihre schnelle Resistenzentwicklung negativ auf, sodass von den wenigen Entwurmungspräparaten, die dem Tierarzt und dem Pferdebesitzer zur Verfügung stehen, manche bereits keine Wirkung mehr gegen die kleinen Strongyliden zeigen. Da die kleinen Strongyliden dem Pferd erst bei einem massenhaften Befall gesundheitliche Probleme bereiten, fällt die Resistenz dieser Würmer oft erst sehr spät auf.
  • Um diese schnelle Resistenzentwicklung zu verlangsamen und die Pferde vor Problemen zu schützen, rückt nun die Zeitgemäße und Selektive Entwurmung in den Fokus der Tierärzte und Pferdebesitzer. Dabei wird der Entwurmung eine gezielte Diagnostik vorangestellt, um nur dann zu entwurmen, wenn das Pferd auch tatsächlich eine belastende Wurmbürde trägt.
  • Die voranschreitende Resistenzentwicklung kann verlangsamt werden durch eine sinnvolle Anwendung von Anthelminthika, wenn nötig, und durch Verzicht auf ein Wurmpräparat, wo möglich.
  • Ein geringer Befall mit Strongyliden wirkt stimulierend auf das Immunsystem und regt die körpereigene Abwehr des Pferdes an.
  • Durch die insgesamt stark reduzierte Menge an Entwurmungspräparaten wird der Pferdeorganismus geschont, stoffwechselempfindliche Pferde werden entlastet und auch die Umwelt wird geschützt.
  • Der Infektionsdruck in der gesamten Herde kann verringert werden, da hohe Eiausscheider gezielt identifiziert und behandelt werden können.

McMaster:

  • Methode zur quantitativen Bestimmung des Befalls mit Strongyliden, beim Jungtier zusätzlich quantitativer Nachweis von Spulwürmern.
  • Die Eier werden nach einer festgelegten Formel ausgezählt und als Eizahl pro Gramm Kot (EpG) wiedergegeben.
  • Entwurmt wird, immer mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand des Pferdes, ab einem festgelegten Grenzwert (200EpG). Dies kann und soll in Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt geschehen und individuell an jedes Pferd und dessen Gesundheitszustand angepasst werden.

Kombiniertes Sedimentations-Flotations-Verfahren:

  • Verfahren zum qualitativen Nachweis von Endoparasiten im Pferd.
  • Nachzuweisen sind vor allem Spulwurm-Eier, Strongyliden-Eier, Bandwurm-Eier, aber auch andere Parasitenarten.
  • Eine semiquantitative Zählung kann auch hier durchgeführt werden, liefert aber längst nicht so präzise Ergebnisse.

Larvenauswanderungsverfahren:

  • Dieses Verfahren weist den Lungenwurm Dictyocaulus arnfieldi nach, der bei einer gemeinsamen Haltung mit / Kontakt zu Eseln von diesen auf das Pferd übertragen werden kann.
  • Nachgewiesen wird hierbei die Larve I des Lungenwurms.

PCR-Verfahren:

  • Mindestens 1x pro Jahr sollte eine PCR-Untersuchung erfolgen, um zwischen kleinen und großen Strongyliden unterscheiden zu können.
  • Hierbei wird der genetische Code der vorliegenden Strongyliden analysiert. Die Methodik liefert exaktere Werte als die Anzucht und ist weniger fehleranfällig.
  • Vor allem bei Pferden aus Risikogebieten oder Pferden, die im Kalenderjahr noch nicht entwurmt wurden.

Tesafilm-Abklatsch:

  • Zum Nachweis der Eier von Oxyuris equi (Pfriemenschwänze).
  • Die weiblichen Adulten wandern aus dem Pferdeanus aus und legen die Eier an gelblichen Eischnüren perianal (rund um den Anus) ab.
  • Mit ca. 3 cm langen Tesastücken mehrmals rund um den Anus tupfen, auf eine Klarsichtfolie kleben und einschicken.
  • Zum Nachweis von Bandwürmern (Anoplocephaliden) sollte immer eine Sammelkotprobe über drei Tage genommen werden, um die Nachweiswahrscheinlichkeit zu erhöhen. Gerne kann an den einzelnen Tagen auch von mehreren Häufen gesammelt werden.
  • Für den Einzelnachweis von Strongyliden und die Wirksamkeitskontrolle reicht eine Ein-Tages-Probe aus.

Die Gesamtmenge sollte etwa bei 150-200g Kot liegen.

Sammeln Sie immer nur möglichst frischen Kot, unbedingt vom selben Tag, da sonst die Entwicklung der Larven, besonders bei warmem Wetter, schon fortgeschritten sein kann und das Ergebnis verfälscht wird. Achten Sie darauf, Kot besser aus der Mitte des Haufens zu sammeln, um Verunreinigungen mit Einstreu zu vermeiden. Am besten nehmen Sie einen handelsüblichen Gefrierbeutel und stülpen sich diesen über die Hand. So greifen Sie in den Kothaufen und nehmen die entsprechende Menge auf.

Prinzipiell ist das möglich, allerdings ist die Probenentnahme im Labor aus einem Gefrierbeutel deutlich weniger aufwendig als aus einem Einmalhandschuh. Wenn Sie den Kot also mit einem Handschuh sammeln, bitte geben Sie ihn dennoch ohne diesen Handschuh in einen handelsüblichen Gefrierbeutel.

Bitte versenden Sie die Proben, soweit möglich, zwischen Samstag und Mittwoch, sodass sie spätestens am Donnerstag bei uns ankommen.

Sie erhalten die Ergebnisse in der Regel spätesten nach einer Woche.

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