Welche Wurmarten können mit welchen Methoden nachgewiesen werden?

McMaster:

  • Methode zur quantitativen Bestimmung des Befalls mit Strongyliden, beim Jungtier zusätzlich quantitativer Nachweis von Spulwürmern.
  • Die Eier werden nach einer festgelegten Formel ausgezählt und als Eizahl pro Gramm Kot (EpG) wiedergegeben.
  • Entwurmt wird, immer mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand des Pferdes, ab einem festgelegten Grenzwert (200EpG). Dies kann und soll in Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt geschehen und individuell an jedes Pferd und dessen Gesundheitszustand angepasst werden.

Kombiniertes Sedimentations-Flotations-Verfahren:

  • Verfahren zum qualitativen Nachweis von Endoparasiten im Pferd.
  • Nachzuweisen sind vor allem Spulwurm-Eier, Strongyliden-Eier, Bandwurm-Eier, aber auch andere Parasitenarten.
  • Eine semiquantitative Zählung kann auch hier durchgeführt werden, liefert aber längst nicht so präzise Ergebnisse.

Larvenauswanderungsverfahren:

  • Dieses Verfahren weist den Lungenwurm Dictyocaulus arnfieldi nach, der bei einer gemeinsamen Haltung mit / Kontakt zu Eseln von diesen auf das Pferd übertragen werden kann.
  • Nachgewiesen wird hierbei die Larve I des Lungenwurms.

PCR-Verfahren:

  • Mindestens 1x pro Jahr sollte eine PCR-Untersuchung erfolgen, um zwischen kleinen und großen Strongyliden unterscheiden zu können.
  • Hierbei wird der genetische Code der vorliegenden Strongyliden analysiert. Die Methodik liefert exaktere Werte als die Anzucht und ist weniger fehleranfällig.
  • Vor allem bei Pferden aus Risikogebieten oder Pferden, die im Kalenderjahr noch nicht entwurmt wurden.

Tesafilm-Abklatsch:

  • Zum Nachweis der Eier von Oxyuris equi (Pfriemenschwänze).
  • Die weiblichen Adulten wandern aus dem Pferdeanus aus und legen die Eier an gelblichen Eischnüren perianal (rund um den Anus) ab.
  • Mit ca. 3 cm langen Tesastücken mehrmals rund um den Anus tupfen, auf eine Klarsichtfolie kleben und einschicken.

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