Warum kann ich nicht einfach wie bisher regelmäßig entwurmen?

  • Bisher wurde die strategische Entwurmung von den meisten Tierärzten und Pferdebesitzern angewendet. Diese sieht vor, dass Sie Ihr Pferd drei- bis viermal pro Jahr zu bestimmten, festgesetzten Zeitpunkten entwurmen. Dies war durchaus sinnvoll und diente früher der Bekämpfung der großen Strongyliden. Diese können dem Pferd schon bei einem geringen Befall starke Probleme bereiten, bis hin zu schweren Koliken mit Todesfolge.
  • Durch die jahrelang praktizierte strategische Entwurmung sind die großen Strongyliden in Deutschland nahezu ausgerottet worden. Heutzutage hat das Pferd deshalb vorwiegend mit kleinen Strongyliden als Endoparasiten zu tun.
  • Die kleinen Strongyliden fallen durch ihre schnelle Resistenzentwicklung negativ auf, sodass von den wenigen Entwurmungspräparaten, die dem Tierarzt und dem Pferdebesitzer zur Verfügung stehen, manche bereits keine Wirkung mehr gegen die kleinen Strongyliden zeigen. Da die kleinen Strongyliden dem Pferd erst bei einem massenhaften Befall gesundheitliche Probleme bereiten, fällt die Resistenz dieser Würmer oft erst sehr spät auf.
  • Um diese schnelle Resistenzentwicklung zu verlangsamen und die Pferde vor Problemen zu schützen, rückt nun die Zeitgemäße und Selektive Entwurmung in den Fokus der Tierärzte und Pferdebesitzer. Dabei wird der Entwurmung eine gezielte Diagnostik vorangestellt, um nur dann zu entwurmen, wenn das Pferd auch tatsächlich eine belastende Wurmbürde trägt.

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